Das erste Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Effelder

 

Das erste Feuerwehrhaus wurde von den meisten Kameraden immer Spritzenhaus genannt.

Es wurde 1824 gebaut. Das Feuerwehrhaus stand neben der Kirche, weil es von dort in jede Richtung bergab geht. Heute steht dort ein Wohnhaus.

Das Feuerwehrhaus war ein Fachwerkhaus, das zwei große Räume mit je einer Toreinfahrt hatte. 

Der rechte Raum war der Größere. Dort wurden die langen Leitern, die Einreißhaken und eine große Gespannspritze untergestellt. Im 2. Weltkrieg stand dort ein kleiner Omnibus. Deshalb war dort kein Platz mehr für die Gespannspritze, aus diesem Grund wurde sie weggegeben. Mit dem Omnibus wurden die Arbeiter nach Mühlhausen in das Gerätewerk gebracht (Stadtwald).

Der linke Raum war noch einmal unterteilt. Vorn hinter dem Tor standen die Spritzen und andere kleine Löschgeräte. Im hinteren Teil gab es einen Raum, dessen Fenster vergittert waren und der eine verstärkte Tür hatte. Dort wurden Straftäter eingesperrt.

1960 war das Feuerwehrhaus sehr alt und kaputt. Man sah, dass der Zahn der Zeit dran nagte. Es war ein Schandfleck in unserem Dorf. Und so wurde beschlossen, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen. 

 

Das 2. Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Effelder

 

Nach dem man 1960 beschlossen hatte, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen, suchte man nach einem geeigneten Platz dafür. Es sollte wieder auf dem Berg sein, weil die Motorspritze noch von Hand zum Einsatzort getragen werden musste. Das Feuerwehrgerätehaus sollte aber nicht mehr in der Nähe der Kirche sein, damit es die Kirchenansicht nicht beeinträchtigt. So entschied man sich für den alten Dreschplatz auf der Trift.

Die Größe des Hauses war genau vorgeschrieben. Doch auch ein Schlauchturm musste her. Es standen aber nur 10.000 Mark aus Lottomitteln zur Verfügung und der damalige Bürgermeister konnte keine weiteren Mittel bereitstellen.

Nach langer Diskussion begannen endlich die Bauarbeiten. Da das Geld so knapp war, mussten die Bauarbeiten von den Kameraden der FF Effelder unentgeltlich nach Feierabend erledigt werden.  

Als erstes wurde der Dachstuhl geliefert. Er gab die Maße des Grundrisses vor. Die Steine kamen aus dem Tuffsteinwerk Großbartloff. Dort arbeiteten zwei Kameraden der FF Effelder. Sie sorgten dafür, dass immer genug Material vorhanden war. So wurde der Bau höher als gedacht.

Doch für den Schlauchturm war kein Material mehr übrig. Aber das alte Feuerwehrgerätehaus stand ja auch noch. So wurden die Ziegeln abgedeckt und zum Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses gebracht, der nur wenige Meter entfernt war. Das Holz wurde sortiert und aufgearbeitet. Jetzt konnte endlich der Schlauchturm errichtet werden.

1962 bekam die FF Effelder ihr erstes Feuerwehrfahrzeug. Nun zahlte es sich aus, dass der Bau höher geworden war als geplant. Sonst hätte das Fahrzeug gar nicht hineingepasst. Es musste nur die Toreinfahrt vergrößert werden. Für den mitgelieferten Schlauchtransportanhänger war in dem neuem Feuerwehrgerätehaus aber keine Platz. Doch für einen Anbau war kein Geld vorhanden. Die Kameraden der FF Effelder wussten aber auch dafür eine Lösung.


Sie rissen das alte Schlachthaus bei der Gemeindeschenke ab, nahmen die Ziegeln ab, sortierten das Holz und befreiten die Steine vom Mörtel. Mit diesem Material wurde 1962 an mehreren Samstagen der Anbau des Feuerwehrgerätehauses gebaut.

...altes Spritzenhaus

 

Das Feuerwehrhaus stand so viele Jahre. Im Frühling 1998 wurde es abgerissen, da es den heutigen Anforderungen nicht mehr genügte und das neue Gerätehaus schon im Bau war. Heute ist dort ein Parkplatz.