Der Verein

 

Das Feuerwehrwesen vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr

 

Vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Effelder gab es eine Pflichtfeuerwehr. Diese gab es von 1824 bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1927. In der Pflichtfeuerwehr wurden alle Männer, die keine Militärpflicht zu leisten hatten, verpflichtet, bei einem Einsatz oder einer Übung teilzunehmen. Später auch alle, die ihre Beschäftigung zu Hause hatten.

Anfangs gab es noch keine Uniformen. Man konnte die Mannschaften nur an den verschiedenfarbigen Bändern am Oberarm unterscheiden. Später gab es dann Uniformen.

1824 wurde die erste Feuerrohrspritze angeschafft. Gleichzeitig wurde ein Spritzenhaus errichtet, zur Aufbewahrung der Löschtechnik. Die gesamte Spritze war aus Holz. Diese Feuerrohrspritze hatte einen Wassertank, der noch von Hand mit einfachen Ledereimern befüllt werden musste. Dafür brauchte man sehr viele Leute. Jeder Haushalt musste einen Feuereimer besitzen. Die Feuerrohrspritze hatte ein fest eingebautes Strahlrohr, das durch einen Schwenkhals um 360 Grad. gedreht werden konnte.

Jedes Jahr wurde eine Übung durchgeführt. Nach der Übung bekam jeder 5 Pfennig. Der Spritzenmeister bekam sogar 1 Taler. Er war aber auch für die Pflege der Spritze zuständig und musste von dem Geld auch Schmiermittel kaufen.

 

 


Wenn Feueralarm war, wurden die Einwohner durch den Ruf „Fier Jo“ alarmiert. Später wurde dann eine Trommel angeschafft. Es gab aber auch denn sogenannten Hornisten. Er trug anfangs eine gelb- orange Uniform, dass man ihn gut sehen konnte. Später war die Uniform dunkelblau. Außerdem hatte er als einzigster Schulterstücke. Der Hornist trug einen Lederhelm mit einer Pickelhaube. Im Brandfall nahm er sein Feuerhorn und „trommelte“ alle wichtigen Feuerwehrleute zusammen.

Noch ein paar Jahre später läuteten die Glocken. Das war das sogenannte „Sturmläuten“

 

1860 hatte die Feuerwehr Effelder eine Rohrspritze, 18 Feuereimer aus Leder, 3 Feuerleitern, 3 Einreishaken und eine Laterne.

In Effelder war immer genug Löschwasser vorhanden. Es gab nämlich viele Brunnen und  Teiche. 1870 wurde ein Löschteich angelegt, den es heute immer noch gibt.

                    

1875 gab es in Effelder 20 Brunnen und eine Zisterne. Zu der Zeit hatte die Feuerwehr Effelder eine Schlauchspritze, eine Rohrspritze, 3 Feuereimer aus Leder und 8 Feuerleitern.

1890 wurde eine neue Feuerlöschspritze angeschafft. Es war eine Saug- und Druckspritze. Man brauchte das Wasser nicht mehr von Hand einfüllen, denn die Pumpe saugt das Wasser selbst an.

1911 erfolgte die Erbauung  der Obereichsfelder Verbandwasserleitung. Diese ermöglichte eine perfekte Brandbekämpfung in Effelder.